In diesem Jahr finden zwei interessante Wettbewerbe statt, auf die an dieser Stelle hingewiesen wird:

 

Internationaler Jagdhornbläser-Wettbewerb

50. NÖ Jagdhornbläser-Wettbewerb

21. Juni 2019 bis 22. Juni 2019,  Schloss Weinzierl, Francisco Josephinum, Wieselburg

ANMELDESCHLUSS VERLÄNGERT BIS ENDE FEBRUAR 2019

 



und, nicht nur in Niederösterreich, sondern auch in Niedersachsen:
(bitte klicken)





***********************************************************************************************************




 

 

Landeswettbewerb im Jagdhornblasen 2018

In Krefeld, vor der malerischen und romantischen Kulisse von Burg Linn, deren Ursprünge sich bis ins Jahr 1199 zurückverfolgen lassen, fand am 26. und 27. Mai 2018, der 31. Landeswettbewerb der Jagdhornbläser statt.

Veranstalter und Gesamtverantwortlicher war der Landesjagdverband NRW, dem auch die Wettbewerbsleitung oblag. Die örtliche Ausrichtung und Organisation erfolgte durch die Kreisjägerschaft Krefeld e.V. Die Schirmherrschaft übernahm dankenswerterweise der Europaabgeordnete, Herr Karl-Heinz Florenz, MdEP.

Bei allerherrlichstem Maiwetter fand der Wettbewerb statt. Auf der großen Wiese der Vorburg, zwischen Jagdschlößchen, erbaut um 1707, und den Remisen, war die große Bühne, sowie der Pavillon der Wertungsrichter aufgebaut. Ein Ambiente, wie man heute so sagt, das seinesgleichen sucht!

Für den Wettbewerb gemeldet hatten etwas über 90 Bläsergruppen, etwa 1250 Bläser aus Nordrhein-Westfalen traten zum musikalischen "Turnier" in fünf Wertungsklassen in die Schranken.

Es gab ordentlich etwas 'auf die Ohren'! Das Leistungsspektrum der Bläsercorps war insgesamt sehr hoch zu bewerten. Natürlich gab es hie und da kleine Mängel, die aber überwiegend dem Lampenfieber und den hohen Temperaturen geschuldet waren (die Sonne knallte vom wolkenlosen Himmel und brachte Schattentemperaturen von über 30° zustande). Selbst die Gruppen, die nun keinen der vorderen Ränge erblasen konnten, überzeugten noch mit einer gediegenen musikalischen Leistung. Die Wertungsrichter machten 'einen guten Job', wobei sich mir aber überhaupt nicht erschloß, dass bei einem sehr guten und sehr virtuosen Vortrag einer Bläsergruppe Abzüge dafür gemacht wurden, weil Wiederholungen innerhalb des Stückes dynamisch, will sagen: Mit wechselnder Lautstärke (forte vs piano) dargebracht wurden. Wenn der Komponist in der Partitur keine Vorgaben zur Dynamik macht, dann sollte die Nutzung der Interpretationsbreite nicht für Punkteabzug herhalten. Schließlich lebt Musik, auch jagdliche, nicht nur von Notenreinheit und vorgegebenem Rhythmus, sondern auch von der 'Expression', vom Ausdruck.

Ich war an beiden Tagen, von Anfang bis Ende, in Linn. Es gab viel Gutes zu hören, viel Nettes zu sehen. Besonders gefreut hat mich die Zahl der aktiven jungen und jugendlichen Jagdhornbläser beiderlei Geschlechts.

Die Presse, Rheinische Post, reflektierte in ihrer Ausgabe vom 05.06.18: "Der Publikumszuspruch war erfreulich, die Organisation der Großveranstaltung hat hervorragend geklappt".

Dazu zuletzt doch noch etwas Wasser in den Wein:

Ein allerhöchstes Lob gebührt den Weidgenossen der Kreisjägerschaft Krefeld. Sie haben beachtliches auf die Beine gestellt: Eine erstklassige Organisation! Überall waren die Helfer unter dem Logo der Krefelder Jäger emsig, hilfreich und freundlichst bei der Sache. Dafür ein extra Weidmannsdank! Auch der große, vom LJV organisierte Rahmen, von Programmheft bis Parkmöglichkeit, war sehr gut.

Aber: Großveranstaltung? Leider weit davon entfernt! Am Samstag, ab nachmittags, fand sich max. bis hundert nicht involviertes Publikum ein, am Sonntag mögen es vielleicht 250 Besucher gewesen sein. Schade eigentlich, dieser Wettbewerb hätte mehr Publikum verdient, hätte öffentlichkeitswirksamer gestaltet werden können. Es hat wohl an lokaler und überregionaler Werbung für dieses Ereignis gefehlt.
hj06-2018